Unsere Nordmanntannen

Die Geschichte der Nordmanntanne

Es war eines schönen Tages im Juli 1836. Der finnische Botaniker Alexander von Nordmann durchstreifte zusammen mit seiner Gefolgschaft die düsteren Wälder des Kaukasus. Tiefer und tiefer drangen sie in das Unterholz ein, als es plötzlich so weit war. Alexander von Nordmann, der Mann, dem wir den Namen Nordmanntanne verdanken, entdeckte den in seinen Augen perfekt gewachsenen Baum und entführte seinen Samen nach Europa. Dies war der Beginn einer bis heute andauernden Wertschätzung der Nordmanntanne als Weihnachtsbaum.

  • Nordmanntanne mit fast 80% der beliebteste Baum
  • gefolgt von Blaufichte (15%), sonstigen Fichten (7%) und der Nobilistanne (3%)
  • 90% der Weihnachtsbäume stammen aus Deutschland
  • 5% stammten im Rahmen der Waldbewirtschaftung direkt aus dem Wald
  • Dänemark ist das wichtigste Importland für Weihnachtsbäume (ca. vier Millionen jährlich
  • Deutschland exportiert jährlich ca. eine Millionen Weihnachtsbäume, vor allem in die Schweiz, Frankreich, Österreich und Polen
  • 24 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume stehen jährlich in deutschen Wohnzimmern
  • Nachfrage nach kleineren Bäumen von 1,50 bis 1,75 Meter nimmt zu
  • Geerntet werden die Bäume im Alter von acht bis zwölf Jahren
  • zehn bis zwölf Prozent der Weihnachtsbäume werden im Topf gekauft. 88 bis 90 Prozent werden geschlagen
  • ca. 2.000 - 4.000 Produzenten sind hautp- oder nebenerwerbsmäßig mit dem Anbau und der Kulturpflege beschäftigt
  • 100.000 Dauer- und 50.000 Saisonarbeitsplätze sichert die Weihnachtsbaumproduktion
  • der jährliche Umsatz der Branche liegt bei ca. 700 Millionen Euro (2015)
  • Gesamtanbaufläche in Deutschland: zw. 30.000 und 50.000 Hektar
  • NRW als Hochburg mit ca. 18.000 Hektar
  • Sauerland alleine: 12.500 Hektar
  • 2/3 der Produktion stammt aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen
  • NRW stoppt bereits die Ausbreitung von Plantagen in Wäldern
  • neue Kulturen ab 2 Hektar+ sind genehmigungspflichtig

    *Quelle 
    http://www.sdw.de/waldwissen/weihnachtsbaum

Vom Samen zum Weihnachtsbaum

Produktion eines Weihnachtsbaumes

Für einen Weihnachtsbaum in marktgerechten Qualitäten braucht man entsprechendes Saatgut. Für die Nordmanntannen wird es aus Georgien importiert. Das Saatgut aus Georgien zeichnet sich durch besonders schönes Wuchsbild und einen späten Austrieb aus, was das Frostrisiko vermindert.
Die Sämlinge sind dann zwei Jahre im sogenannten Saatbett in der Baumschule. Dann werden sie umgepflanzt. Nach weiteren zwei Jahren wird der mittlerweile vierjährige Baum in die endgültige Weihnachtsbaumkultur gepflanzt. Um die gewünschte Größe zu erreichen, dauert es nochmal acht bis zehn Jahre. Der Arbeitsaufwand für einen Hektar beträgt jährlich 80 Stunden und besteht zum Großteil aus Handarbeit. (BWS 2016)

Die Forschung, z.B. an der Uni Kopenhagen, sucht nach dem noch perfekteren Weihnachtsbaum – mit noch schönerem Wuchs, höherer Frosttoleranz, geringerem Nadelverlust und sogar nach dem schwerer entflammbaren Baum.